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„Wechselgeld? – Gibts nicht!“ Ein Dokufilm über rassistische Sonderbehandlung am Beispiel des Gutscheinsystem
Feb 20th, 2013 by rtgoe

21. Februar 2013 20:00bis22. Februar 2013 22:00

In Anwesenheit der Filmemacher*innen

Am kommenden Montag wird vor dem Göttinger Verwaltungsgericht eine Klage gegen das Gutscheinsystem geführt. Doch worum handet es sich bei dieser praktischen Auslegung des Asylbewerberleistungsgesetzt und was bedeutet das für den*die Einzelne*n?

Der Film „Wechselgeld? Gibts nicht!“ zeigt unmissverständlich auf, wie Gutscheine gleichermaßen für institutionelle wie alltäglichen Rassismus stehen. Nicht nur, dass Menschen ohne festen Aufenthaltsstatus eine Sonderbehandlung erfahren – wer an der Kasse mit Gutscheinen bezahlt, hat definitiv mit Schikanen und Diskriminierungen zu kämpfen.
Der Film begleitet mit versteckter Kamera mehrere Flüchtlinge bei etwas eigentlich ganz alltäglichen – Einkaufen. Dabei wird deutlich wir Rassismus Wirkung entfaltet und zugleich, dass dieses System nicht allein von Parlamentarischer Seite am Laufen gehalten wird, sondern von allen die daran partizipieren.
Gleichzeitig dokumentiert der Film der Erfurter Filmpiraten aber auch Formen des Widerstands und solidarischen Organisierung gegen rassistische Praktiken.

Do, 21.02.12 – 20 Uhr – JuzI Barraum, Göttingen

Der Filmabend ist zugleich Mobilisierungsveranstaltung für Proteste gegen die hiesige Gutscheinpraxis.
Kommt am Montag zur kritischen Begleitung des Gutscheinprozess vor dem Göttinger Verwaltungsgericht – Treffpunkt 09:00 Uhr Berliner Allee 5.
Und lasst uns anschließend gemeinsam das Urteil in der Stadt verkünden!

Geben wir uns nicht zufrieden, dass die Gutscheinpraxis irgendwann eingestellt wird – fordern wir die sofortige Bargeldauszahlung und den Fall aller rassistischer Sondergesetze!

Solidarisiert euch mit den Betroffenen – am 27.02. ist Gutscheinausgabe.
Aktionstag vor der „Ausländerbehörde“ am Mittwoch 27.02.13 – ab 08 Uhr

„Revision“ im Kino Lumiere in Anwesenheit des Filmteams
Nov 13th, 2012 by rtgoe

3. Dezember 2012
20:00bis22:30

Am 29. Juni 1992 werden zwei rumänische Staatsbürger beim Versuch die EU-Außengrenze zu überschreiten von Jägern erschossen. Diese geben an, die Menschen mit Wildschweinen verwechselt zu haben. Vier Jahre später beginnt der Prozess. Das Urteil: Freispruch.
Die Familien von Grigore Velcu und Eudache Calderar erfuhren jedoch nicht, dass jemals ein Prozess stattgefand.

Der juristisch abgeschlossene Kriminalfall wird einer filmischen Revision unterzogen – Orte, Personen und Erinnerungen miteinander
verknüpft. Ein fragiles Geflecht aus Versionen und Perspektiven einer „europäischen Geschichte“.

Georgel Caldararu wird in den Film einführen und im Anschluss zum Publikumsgespräch bereit stehen. Caldararu ist Rom aus Rumänien und seit 2004 in Deutschland und in der antirassistischen Bewegung aktiv.
Musiker, Autor, Aktivist und Vorstandmitglied des Bundesverbandes „Amaro Drom“. Er kämpft für radikale Politik und Selbstrepräsentation der Roma, sowie ihre Anerkennung in der Mehrheitgesellschaft. Er begleitete die Entstehung des Films REVISION.

“Nach dem Brand” – Dokumentation zum Brandanschlag in Mölln 1992
Okt 25th, 2012 by Rassismus tötet! Göttingen

“Nach dem Brand”
BRD / 50 Min / 2010  | Regie: Malou Berlin | credo:film, NDR, Dokumentation

In Mölln legen am 20. November 1992 Neonazis einen Brand im Haus der türkischstämmigen Familie Arslan. Drei Familienangehörige kommen in den Flammen ums Leben, der Rest kann sich aus dem Haus retten – darunter auch der
damals siebenjährige Ibrahim und seine Mutter Hava. Der Vater erreicht den Unglücksort als nur noch die verheerenden Folgen des Brandanschlags zu erkennen sind: Seine Mutter, seine Nichte und auch die kleine Tochter sind dem Brand zum Opfer gefallen.

Die Berliner Filmemacherin Malou Berlin hat die Familie Arslan über mehrere Jahre begleitet. Der Filme “Nach dem Brand” zeichnet ein persönliches Portrait der Überlebenden des Anschlags, ihrem Umgang mit dem Verlust ihrer Angehörigen, ihren Träumen und Wünschen.

Erstaufführung: Filmfest Hamburg, Oktober 2012 / Nominierung: Prix Europa 2012 in der Kategorie IRIS Nordische Filmtage Lübeck, Oktober/November 2012

Die Kampagne “Rassismus tötet!” zeigt den Film in verschiedenen Städten und möchte somit einen Teil zur Aufarbeitung des Anschlages beitragen. Die Filmvorführungen stehen im Rahmen der Mobilisierung zur Gedenkdemo in Mölln am 17. November.

In Göttingen wird der Film um 20 Uhr am 08. November 2012 im Stilbrvch gezeigt.

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