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350 Menschen gegen rassistisches Morden!
Feb 7th, 2014 by rtgoe

 

 

 

„Wir gehen davon aus, dass es sich in Hamburg um einen rassistischen Anschlag handelte.“ wurde zur Beginn der Demonstration erklärt. Im vergangenen Jahr schlossen sich an zahlreichen Orten Bürger_innen zu Bürger-Initiativen zusammen, um vor Sammelunterkünften für Asylbewerber_innen gegen jene Front zu machen. Die bekanntesten Beispiele hierfür dürften Hellersdorf und Schneeberg sein. Der rassistische Konsens wird neben geistiger Branstiftung nun auch immer öfter aktiv ausgelebt und findet in 43 Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte allein im vergangenen Jahr ihren Ausdruck (www.dok-maar.de). Die traurige Konsequenz ist der Tod dreier Menschen in einer Gesellschaft, die aus Rostock-Lichtenhagen oder Mölln nichts gelernt hat.

 

Doch die Ereignisse in Hamburg waren nicht der einzige Grund sich zu versammeln. Am Donnerstag versuchte eine Gruppe Geflüchteter, die seit Wochen an der marokkanischen Küste festgesetzt ist, den Hochsicherheitszaun der spanischen Exklave Ceuta zu überwinden. Die spanische Guardia Civil eröffnete die Jagd mit Gummigeschossen und Tränengas auf sie. Ein Teil der Gruppe versuchte sich mit einem Sprung ins Mittelmeer zu retten. Mindestens dreizehn Menschen ertranken dabei. Dreizehn weitere Menschen, die an den europäischen Außengrenzen ihren Tod finden.

 

 

 

„Zwei Ereignisse, die beide erschreckender nicht seien könnten. Und doch sind sie Teil der Normalität in der EU. Denn das Sterben an den europäischen Außengrenzen, Verfolgung und rassistische Anschläge sind Alltag in einem Europa, das Migration nur zulässt, wenn sie verwertbar ist.“ erklärte eine Teilnehmerin der Demonstration.

 

Nach einer Kundgebung und einer Schweigeminute zogen die Aktivist_innen durch die Göttinger Innenstadt. Bereits vor Beginn der Kundgebung zeigte die Polizei massive Präsenz. Der Demonstrationszug wurde von einem Polizeispalier begleitet. Mehrere Male versuchten die Polizei die Demo zu stoppen indem sie die Spitze des Demonstrationszugs angriff oder mit Fahrzeugen den Weg versperrte. Am Kornmarkt geschah dies ein weiteres Mal. Hier stoppte die Polizei die Demo und schlugen auf Aktivist_innen ein. Die Aktivist_innen änderten daraufhin ihre Route und der Demonstrationszug setzte sich in Richtung Gänseliesel fort. Hier löste sich die Demonstration auf. Read the rest of this entry »

Antirassistische Aktionstage – Antira in die Offensive!
Apr 18th, 2013 by Rassismus tötet! Göttingen

11. Mai 2013 10:00bis18. Mai 2013 10:00

Aufruf zu antirassistischen Aktionstagen vom 11. bis 18. Mai 2013

Im Jahr 2012 jährten sich das rassistische Pogrom in Rostock-Lichtenhagen sowie der rassistisch-motivierte Brandanschlag in Mölln, bei dem drei Menschen getötet wurden, zum 20. Mal. Vermeintlich beeinflusst und angetrieben durch die Ereignisse Anfang der 1990er Jahre, nutzten CDU/CSU und FDP, unterstützt durch die Stimmen der SPD, die Situation, um ein lang gehegtes Vorhaben umsetzen zu können: die faktische Abschaffung des Grundrechts auf Asyl durch die Änderung des Artikel 16 des Grundgesetzes. Diese institutionelle Folge der rassistischen Zustände hat am 26. Mai 2013 seinen 20. Jahrestag, ebenso wie drei Tage später das Gedenken an den rassistisch-motivierten Brandanschlag in Solingen am 29. Mai, bei dem fünf Menschen durch Neonazis getötet wurden.

Hier wollen wir ansetzen, ohne Illusionen zu erliegen, dass wir dieses System stürzen können. Der Kampf gegen Rassismus muss Bestandteil eines Kampfes für eine emanzipatorische Gesellschaft sein, die mit der Überwindung von Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnissen verbunden ist.
Doch dazu braucht es starke Bündnisse, es braucht Unterstützung der selbstorganisierten Kämpfe der Betroffenen, die öffentliche Benennung und Ächtung von Rassismus. Mit einer Aktionswoche wollen wir einen weiteren Schritt machen und Rassismus als gesellschaftliches Produkt in die Öffentlichkeit bringen.

Dies ist ein Aufruf zur Beteiligung an den Aktionstagen vom 11. bis 18. Mai 2013 im Vorfeld der bundesweiten Demonstrationen in Berlin und Solingen am 25. Mai 2013. Organisiert euch und Aktionen in eurer Stadt oder nehmt daran teil!

Rassismus in Behörden und durch Gesetze gehören ebenso thematisiert wie rechte und rassistisch-motivierte Morde und die gerichtliche Ausblendung der Motive, rassistische Bürger*inneninitiativen, koloniale Spuren, rassistische Polizeikontrollen und Medienberichterstattung!

Rassismus auf allen Ebenen angreifen!

Aufruf Aktionstage zum download
Übersicht bundesweite Aktionen
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Raus auf die Straße für Flüchtlingsrechte – Kundgebung am 05.12.
Dez 4th, 2012 by rtgoe

5. Dezember 2012
18:00bis20:00

Kundgebung 0512

Der Dezember fängt bundesweit mit beeindruckenden Protesten von Flüchtlingen. Ihre Forderungen sind auch unsere Forderungen.
Im März d.J. haben bundesweit Flüchtlinge einen weithin hörbaren Protest gegen ihre untragbare Lebenssituation in Deutschland auf die Straße getragen.
Angefangen mit Widerstandsaktionen und einem Hungerstreik in Würzburg griffen die Proteste schnell auf andere Städte über, bündelten sich zu einem viel beachteten Marsch auf Berlin, wo sie seit dem 16.11.2012 – nach vollkommen ergebnislosen Gesprächen mit der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration, Böhmer – wieder in den Hungerstreik sind. Sie forcieren damit einen Kampf, der in der jüngeren Geschichte der bundesrepublikanischen Flüchtlingsbewegung seines Gleichen sucht – und verdienen unsere volle Unterstützung. Refugee Tent Action

Gleichzeitig organisieren die „Jugendlichen ohne Grenzen“ derzeit in Rostock die jährlichen Proteste gegen die Innenministerkonferenz. Denn hier wird die gegen sie, ihre Würde und ihre Rechte gerichtete Flüchtlingspolitik koordiniert. An der jungen Geschichte der „Jugendlichen ohne Grenzen“, die sich als Organisation vor 10 Jahren gegründet haben, wird deutlich, wie wichtig und sinnvoll die Unterstützung dieser Selbstorganisierungsansätze ist und wie richtig ihre Forderungen sind. Mehr zu JOG

Heute beziehen sich beide Kämpfe aufeinander – weil sie zusammen gehören. Denn Ihre Lebenserfahrungen in der BRD und ihre Forderungen sind die gleichen: RECHT auf Bewegungsfreiheit und selbstbestimmtes Leben ohne diskriminierende Sonderregelungen!
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Unterstützen wir diese Kämpfe!
Kommt zur Kundgebung
am 05.12.12 um 18:00 Uhr in der Fußgänger_innenzone –
Ecke Jüdenstraße / Weender Straße (Göttingen)

Keine Feierstunde für das Lager Friedland!
Nov 17th, 2012 by rtgoe

FriedlandAntirassistische Aktivist*innen intervenieren bei heuchlerischer Rede Uwe Schünemanns +++ Freiheit gibt es hier nur im Schwitzkasten +++ Friedland als deutsch-nationaler Tummelplatz
Während im Lager in Friedland Flüchtlinge interniert werden, erklären Stadt und das Land Niedersachsen sich selbst als „Tor zur Freiheit“. Gegen die Verdrängung des rassistischen Alltags, der in Friedland praktiziert wird, wendeten sich am Freitag, den 16.11.2012, antirassistische Aktivist*innen während der Festrede des Innenministers Uwe Schünemann

„Wenn Uwe Schünemann davon spricht, das Friedländer „Grenzdurchgangslager“ sei seit langer Zeit ein Ort des Neuanfangs, der vielen Menschen Grund zum Hoffen gegeben habe, ist dies blanker Hohn. Denn im Lagerkomplex Friedland gibt es für die wenigsten Hoffnung auf ein Leben ohne Verfolgung.“ kommentiert Sirina Matschka vom Bündnis „Rassismus tötet!“ die Rede des für eine massive Abschiebepolitik bekannten Ministers.
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„Revision“ im Kino Lumiere in Anwesenheit des Filmteams
Nov 13th, 2012 by rtgoe

3. Dezember 2012
20:00bis22:30

Am 29. Juni 1992 werden zwei rumänische Staatsbürger beim Versuch die EU-Außengrenze zu überschreiten von Jägern erschossen. Diese geben an, die Menschen mit Wildschweinen verwechselt zu haben. Vier Jahre später beginnt der Prozess. Das Urteil: Freispruch.
Die Familien von Grigore Velcu und Eudache Calderar erfuhren jedoch nicht, dass jemals ein Prozess stattgefand.

Der juristisch abgeschlossene Kriminalfall wird einer filmischen Revision unterzogen – Orte, Personen und Erinnerungen miteinander
verknüpft. Ein fragiles Geflecht aus Versionen und Perspektiven einer „europäischen Geschichte“.

Georgel Caldararu wird in den Film einführen und im Anschluss zum Publikumsgespräch bereit stehen. Caldararu ist Rom aus Rumänien und seit 2004 in Deutschland und in der antirassistischen Bewegung aktiv.
Musiker, Autor, Aktivist und Vorstandmitglied des Bundesverbandes „Amaro Drom“. Er kämpft für radikale Politik und Selbstrepräsentation der Roma, sowie ihre Anerkennung in der Mehrheitgesellschaft. Er begleitete die Entstehung des Films REVISION.

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