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Antimuslimischer Rassismus – Vortrag von Sebastian Friedrich
Apr 26th, 2013 by rtgoe

28. Mai 2013
20:00

VA mit Sebastian Friedrich zu „Antimuslimischer Rassismus“,
20 Uhr, Juzi
Nicht erst seit dem 11. September 2001 ist antimuslimischer Rassismus in deutschen Medien virulent. Bereits vorher wurde medial ein Negativbild über „den Islam“ gezeichnet – häufig vor dem Hintergrund der Idee vom „Clash of Civilization“. In Folge der Anschläge vom 11. September 2001 nahm quantitativ die negative Berichterstattung über Muslim_innen in Deutschland stark zu. Dabei wurde der Islamdiskurs in den letzten Jahren insbesondere mit Themen wie innere Sicherheit, Unterdrückung bspw. von Frauen, „Integration“ und soziale Ungleichheit verknüpft. Diese Verschränkungen haben häufig antimuslimische Effekte. Sebastian Friedrich (Berlin/Duisburg-Essen) ist Redakteur bei kritisch-lesen.de, aktiv bei der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt Berlin (KOP) und Herausgeber und Autor des 2011 erschienenen Sammelbandes „Rassismus in der Leistungsgesellschaft“ (edition assemblage, Münster).

Kein 10. Opfer!? – “Nationalsozialistischer Untergrund”, Rechtsterror und die Rolle des Staates
Mrz 19th, 2013 by Rassismus tötet! Göttingen

Jahrelang haben die staatlichen Behörden die Existenz der Neonazigruppe
“Nationalsozialistischer Untergrund” (NSU) nicht aufgedeckt, sie
teilweise sogar gedeckt. Die Konzepte, der geistige und aktionistische Erfahrungsraum der 1990er
Jahre sind der Hintergrund, vor dem die drei Mitglieder der “NSU-Zelle”
in den bewaffneten Untergrund gingen.

Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kiliç, Mehmet Turgut, Ismail Yaşar, Thoedoros Boulgarides, Mehmet Kubaşik, Halit Yozgat. Neun migrantische Arbeiter und Kleinunternehmer wurden in den Jahren 2000 bis 2006 kaltblütig hingerichtet, erschossen mit derselben Tatwaffe. Jahrelang konnte die Polizei die Morde nicht aufklären, weil Rassismus nie ernsthaft als Tatmotiv in Erwägung gezogen wurde.

Erst ein Zufall machte im November 2011 die Existenz einer für die Morde verantwortlichen rechtsterroristischen Gruppe in Deutschland bekannt. Der „NSU“ ermordete 2007 zudem die Polizistin Michèle Kiesewetter und verübte mindestens zwei Bombenanschläge in Köln.Die seit einem Jahr laufenden Untersuchungen zum NSU offenbaren das Versagen der Ermittlungsbehörden und eine undurchsichtige Rolle der Geheimdienste. Über Jahre wurde trotz ausbleibenden Ermittlungserfolgen an einer Hypothese festgehalten, nach der die Morde in Zusammenhang mit „organisierter Kriminalität“ in einem als fremd wahrgenommenen Milieu gedeutet wurden. Die Sichtweise und Vermutungen der Angehörigen der Opfer wurden nicht ernst genommen, stattdessen wurden sie als Personen mit Verbindungen in das „kriminelle Milieu“ diffamiert, kriminalisiert und ausspioniert.

Ein Vortrag über die vorhandenen Fakten zum Komplex “NSU”, den
historischen und den aktuellen politischen Kontext des
“Rechtsterrorismus”, die Rolle der Geheimdienste und der Medien mit
Referent_innen vom apabiz.

Eine Veranstaltung  von:

„Rassismus tötet!“ Göttingen
rassismustoetetgoettingen.blogsport.eu

dem Bündnis „Extrem Daneben“
extremdaneben.blogsport.de/

dem antifaschistischen pressearchiv und bildungszentrum berlin e.V.
apabiz.de

28.03.2012 | 18.30 Uhr | Holbornsches Haus, Rote Straße 34

Vortrag und Soliabend – Oury Jalloh das war Mord!
Jan 27th, 2013 by rtgoe

12. Februar 2013
20:00

Vor fast 8 Jahren, am 07.01.2005 verbrannte Oury in einer Polizeizelle. Die Umstände unter denen er ums Leben kam und die Indizien zu diesem Fall, deuten auf Mord. Die Justizbehörden taten bisher alles dafür um den rassistischen Mord, begangen durch Polizisten, zu vertuschen.
Die Spenden und Einnahmen der Sokü und der Le Chat Noir Theke gehen an die Initaiative Oury Jalloh zur Finanzierung eines unabhängigen Brandgutachtens.

Los geht’s um 20 Uhr im Juzi Göttingen (Bürgerstraße 41).

Rassismus in den Medien. Vortrag von Jobst Paul
Nov 9th, 2012 by rtgoe

20. November 2012
18:00bis20:00

„Rassismus in den Medien“ mit Dr. Jobst Paul (Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung)
Vortrag am Dienstag den 20.11 um 18 Uhr im KWZ 0.602, Heinrich-Düker-Weg 14

Der 20. Jahrestag der brutalen Krawalle in Rostock-Lichtenhagen gegen Asylbewerber*innen und Sinti und Roma hat an die
tödliche Gefahr erinnert, die von rassistischer Propaganda ausgeht.
Der Fanatismus der damaligen Täter darf freilich nicht von den umfassenderen, alltäglichen und institutionellen Praktiken der
Stigmatisierung ablenken, deren destruktive Energie ohne eine westlich-kulturelle Verankerung undenkbar wäre. Den Blick auf
diesen umfangreichen Komplex zu werfen, ist nicht zuletzt Aufgabe der Sprach- und Sozialwissenschaften.
Jobst Paul vom Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung wird im Rahmen einer knappen Einführung
einige Schwerpunkte vorstellen, die bei der Analyse von Ausgrenzungskonstellationen eine Rolle spielen und weit ins
Aufgabenfeld der Text- und Diskurswissenschaften hineinreichen.

Dazu zählt – neben der Ausleuchtung von ‚Sprecher*innen- Positionen‘ – die Untersuchung der binären Codierung von
Ausgrenzungsbotschaften selbst, aber auch deren mediale sowie literarische Reproduktion.

Eine Veranstaltung von Basisgruppe Germanistik // Rassismus tötet! Göttingen

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